Am 22. und 23. Mai 2026 fand in Meißen ein spannender Karate- und Kobudo-Lehrgang unter der Leitung von Werner Buddrus und Oliver Blaskowitz statt.
Angeboten wurden Einheiten aus dem Wado Ryu Karate sowie dem Tesshinkan Kobudo – mit Kumite Gata, Tonfa und Bo no Kihon stand also ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan.

Hochmotiviert sind wir – Steffen, Joachim, Inga und ich – am Freitagnachmittag als Fahrgemeinschaft nach Meißen aufgebrochen.
Dank perfekt abgestimmtem Zeitmanagement war sogar noch ein spontaner Zwischenstopp zum Eisessen drin. Bei Traumwetter konnten wir mit Blick auf die Elbe kurz entspannen. Für einen Moment haben wir tatsächlich überlegt, einfach sitzen zu bleiben – waren uns dann aber doch einig, die frisch gewonnenen Kalorien lieber direkt wieder abzutrainieren.
Der Lehrgang selbst war wirklich interessant und lehrreich. Besonders spannend war für uns, wie viele Gemeinsamkeiten es trotz anderer Stilrichtung zum eigenen Karate gab. Einige Übungen und Bewegungsabläufe haben plötzlich deutlich mehr Sinn ergeben. Manches, das ich bisher selbst mit Bunkai nur schwer nachvollziehen konnte, wurde durch die praktische Anwendung verständlicher.

Die Tonfa-Einheit hatte es allerdings ordentlich in sich. Nicht nur wir kämpften dabei mit der Koordination der Bewegungen und den berühmten „Knoten in den Armen“. Gerade das gleichzeitige Arbeiten mit beiden Tonfa verlangte Konzentration, Timing und saubere Körpermechanik, um Armrotation, Hüfteinsatz und Distanzgefühl zu schulen – das haben wir definitiv gemerkt.
Die Zeit verging wie im Flug, und ehe man sich versah, war der Freitag schon vorbei.
Am Samstag hat Inga dann alleine den „Fortgeschrittenen-Kurs“ absolviert, da wir anderen leider terminlich verhindert waren. Inhaltlich wurde es dort noch einmal deutlich anspruchsvoller und intensiver.

Trainiert wurden Partnerübungen mit Bo gegen Bo, Tonfa gegen Tonfa sowie Bo gegen Tonfa. Gerade diese Kombinationen verlangten ein hohes Maß an Kontrolle, noch mehr Reaktionsfähigkeit und präzises Timing, da hierbei die lange Reichweite des Bo und die kurze Distanz der Tonfa aufeinander trafen – entsprechend anspruchsvoll waren die Übungen.
Insgesamt war es ein wirklich gelungener Lehrgang.
Die Köpfe haben ordentlich geraucht, und man sah häufiger große Fragezeichen in den Gesichtern. Werner und Oliver haben aber jeden Teilnehmer individuell unterstützt und Bewegungen so lange erklärt und korrigiert, bis der berühmte Aha-Effekt kam – und damit auch der Spaß an den Übungen.

Wir konnten viele neue Eindrücke mitnehmen und haben definitiv einen schönen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus gewonnen. Gehirnjogging und Körperyoga inklusive.
Britt und Inga
Schade, leider war ich an diesem Wochenende verhindert.