Einmal zu Hironori Ohtsuka II – Auf nach HH

Frank und ich waren dabei

Ausflug nach Hamburg


Hironori (Jiro) OHTSUKA, 10. Dan Wado-Ryu, Sohn des Stilgründers OHTSUKA, Mejin, in Deutschland. Die Gelegenheit musste nun endlich mal genutzt werden. Der Großmeister ist ja bereits 78 Jahre alt. Und beweglich ist der…

Auch sein Partner, Masafumi SHIOMITSU, 9. Dan, 70 Jahre alt, verblüffte uns um Jahrzehnte jüngere Schwarzgurtträger enorm. 

Hinzu kommt, wir begannen zwar jeweils kurz mit Grundtechniken, die Hauptanteile waren viel weiter führend, als bisher aus dem Prüfungsprogramm bekannt. 

Ein Glück, die kleine Halle war mit Matten ausgelegt, denn des Europäers Knie scheinen weniger für ausgedehnte Formen des IDORI ausgelegt zu sein. Die relativ geringe Menge der Teilnehmer lies ein sehr individuelles Training zu. Korrekturen durch die Großmeister waren so direkt und oft möglich. Schon deshalb hat sich der Lehrgang gelohnt. Auch wenn Sensei OHTSUKA mir dabei merkbar vor das Schienbein trat. 

Beide gaben an den Trainingstagen je zwei Trainingseinheiten. Dadurch bekamen Frank und ich die Gelegenheit auch mal nach Hamburg hinein zu fahren. Ich selbst war noch nie dort. So konnten wir einen ausgedehnten Spaziergang zum Rsthaus, der Binnenalster, in die Speicherstadt und zu den Landungsbrücken unternehmen, wo es lecker Fisch zu essen gab. 

Seine Horizont zu erweitern, ist also sicher nicht hoch genug einzuschätzen. Karate und Kultur an einem Wochenende: Was will man mehr?

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©️ Uwe

Der Karatepensionär

„Ein hoher Würdenträger der japanischen Kampfkünste gab sich am Sonnabend und Sonntag die Ehre…“ titelten die Dresdner Neuesten Nachrichten am 13. Februar 1994. Die Zeitung meinte den damals 61jährigen Rob Zwartjes (* 4.10.1932), der aus den Niederlanden oder aus Frankreich wo wer wohnte, oft zu uns kam.

Einer seiner freundlichen Sprüche war immer: „Das ist auch gutes Karate, aber das wollen wir gerade nicht trainieren.“ Besonders die Kinder hingen an seinem Gi und wollten Autogramme, zum Beispiel auf ihre Gürtel.

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Kampfschreie & Flötentöne

brachte uns während vieler Lehrgänge der heutige Großmeister (9. Dan) Shuzo Imai in den 90er Jahren regelmäßig nach Dresden. Der 1945 in Aomiri / Japan geborene langjährige Schüler und Co-Trainer von Teruo Kono, dessen Name unsere Stilrichtung prägt, blieb nach anstrengenden Trainingsstunden im Seiza sitzen und packte geruhsam seine japanische Flöte aus.

So manch eine oder einer der Karateka vergaßen bei den für meditativen Stücken die langsam auftretenden Schmerzen in den Knien. Ich hatte gerade erst im Verein mit dem Karatetraining begonnen. Ich weiß also, von was ich rede. Das Bild hier stammt von unserer ersten Webseite, die das „WADO-Magazin“ beinhaltete.

© Uwe (12.02.2026)