Wenn Wadokai auf Shindo trifft

Wadokai trifft auf Shindo. Kampfkunst Event in Berlin – Wadokai Dresden ist dabei

Es hat inzwischen Tradition, dass sich eine Reihe Trainer und Mitglieder, manchmal mehrmals im Jahr, treffen, um über den Tellerrand zu schauen.

Darum folgten am 21. und 22. Februar in Berlin Eric, Ivo, Frank und Thomas den Ausführungen und praktischen Übungen von Toby Threadgill (USA – Kaicho und Menkyo Kaiden Takamura ha Shindo Yoshin ryu) und Koichi Shimura (Japan – 8.Dan JKF Wado-Kai, JKF Wado-Kai 1st Instuctor)

Thomas gibt hier zu Protokoll:

Aus meiner Sicht ein wirklich tolles Seminar, was mich sicher auf dem Weg ein Stück weiter bringt. Ich hatte mich anfangs auf Wadoryu bei Sensei Shimura konzentriert. Dort wurden die Kihon-Techniken und Kata geübt und verfeinert. Interessant war für mich die praktische Erklärung der Kata mit Partner.
Spätestens ab Pinan Sandan war dann für mich Schluss.

Deshalb war ich froh, als mir Ivo vorschlug, zu Sensei Threadgill und Shindo zu wechseln, wo er mir in der restlichen Zeit des Seminars als Übungspartner die Techniken zeigte und einübte. Wann hat man die Gelegenheit, so intensiv im 1:1 „betreut“ zu werden ?Dafür und für Engelsgeduld ein Dankeschön.

aus der Ausschreibung


Interessant auch die internationalen Teilnehmer, mit denen man mühelos ins Gespräch kommt. Highlight: die „Teilnahmebestätigung“ die ich mir von beiden Sensei in meinen Ausweis geholt habe.

©️Thomas

Einmal zu Hironori Ohtsuka II – Auf nach HH

Frank und ich waren dabei

Ausflug nach Hamburg


Hironori (Jiro) OHTSUKA, 10. Dan Wado-Ryu, Sohn des Stilgründers OHTSUKA, Mejin, in Deutschland. Die Gelegenheit musste nun endlich mal genutzt werden. Der Großmeister ist ja bereits 78 Jahre alt. Und beweglich ist der…

Auch sein Partner, Masafumi SHIOMITSU, 9. Dan, 70 Jahre alt, verblüffte uns um Jahrzehnte jüngere Schwarzgurtträger enorm. 

Hinzu kommt, wir begannen zwar jeweils kurz mit Grundtechniken, die Hauptanteile waren viel weiter führend, als bisher aus dem Prüfungsprogramm bekannt. 

Ein Glück, die kleine Halle war mit Matten ausgelegt, denn des Europäers Knie scheinen weniger für ausgedehnte Formen des IDORI ausgelegt zu sein. Die relativ geringe Menge der Teilnehmer lies ein sehr individuelles Training zu. Korrekturen durch die Großmeister waren so direkt und oft möglich. Schon deshalb hat sich der Lehrgang gelohnt. Auch wenn Sensei OHTSUKA mir dabei merkbar vor das Schienbein trat. 

Beide gaben an den Trainingstagen je zwei Trainingseinheiten. Dadurch bekamen Frank und ich die Gelegenheit auch mal nach Hamburg hinein zu fahren. Ich selbst war noch nie dort. So konnten wir einen ausgedehnten Spaziergang zum Rsthaus, der Binnenalster, in die Speicherstadt und zu den Landungsbrücken unternehmen, wo es lecker Fisch zu essen gab. 

Seine Horizont zu erweitern, ist also sicher nicht hoch genug einzuschätzen. Karate und Kultur an einem Wochenende: Was will man mehr?

Das Wado Magazin gibt es hier

©️ Uwe

Der Karatepensionär

„Ein hoher Würdenträger der japanischen Kampfkünste gab sich am Sonnabend und Sonntag die Ehre…“ titelten die Dresdner Neuesten Nachrichten am 13. Februar 1994. Die Zeitung meinte den damals 61jährigen Rob Zwartjes (* 4.10.1932), der aus den Niederlanden oder aus Frankreich wo wer wohnte, oft zu uns kam.

Einer seiner freundlichen Sprüche war immer: „Das ist auch gutes Karate, aber das wollen wir gerade nicht trainieren.“ Besonders die Kinder hingen an seinem Gi und wollten Autogramme, zum Beispiel auf ihre Gürtel.

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